Mannsbilder. Too hot to Händel?

Sonderausstellung 2026/27

Kuratorin: Dr. Juliane Riepe
Ausstellungsgestaltung: Axel Göhre

29.5.2026 – 17.10.2027 

Mit der Sonderausstellung "Mannsbilder. Too hot to Händel?" greift das Händel-Haus 2026 ein gesellschaftlich hochaktuelles Thema auf und verbindet es mit der historischen Welt Georg Friedrich Händels. Männlichkeit ist gegenwärtig Gegenstand intensiver öffentlicher Debatten – geprägt von Fragen nach Macht, Herrschaft und Rollenbildern ebenso wie von Verunsicherung, Brüchen und der Suche nach neuen Identitäten. Die Ausstellung nimmt diese Diskurse auf und stellt sie in einen historischen Zusammenhang. In Zentrum stehen Männerbilder und Männlichkeitsentwürfe zur Zeit Händels, wie sie sich sowohl in seiner Biografie als auch in seinen Opern, Oratorien und Kantaten spiegeln. Helden, Herrscher, Liebhaber, komische Figuren und gebrochene Charaktere prägen Händels Bühnenwerke ebenso wie das faszinierende Phänomen der Kastraten. Diese historischen Vorstellungen von Männlichkeit werden bewusst mit Bildern und Narrativen der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart konfrontiert, um die Wandelbarkeit und Vielschichtigkeit des Begriffs erfahrbar zu machen.

Zu den besonderen Exponaten gehört ein rekonstruiertes Händel-Kostüm auf Grundlage historischer Quellen, Schnittmuster und Materialien sowie ein bislang unbekanntes Porträt des Kastraten-Sängers Carlo Scalzi, der in London mit Händel zusammenarbeitete.