| Kammermusiksaal

Händels Schätze - Musik im Dialog

Gesprächskonzert mit Werken von J.-B. Lully, F. Couperin, J.-M. Leclair u. a.


Zu Besuch in Versailles

Mitglieder des Händelfestspielorchester Halle:
Isabelle Chenot (Traverso)
Thomas Ernert (Oboe)
Birgit Schnurpfeil (Violine)
Henriette Auracher (Violine)
Carolin Krüger (Viola)
Johannes Hartmann (Violoncello)
Cornelia Osterwald (Cembalo)

Gesprächspartner: Karl Altenburg (Mitarbeiter des Museums Stiftung Händel-Haus)

Das besondere Exponat: „Porträt Jean-Baptiste Lully“, Kupferstich von Jean Louis Roullet nach einer Vorlage von Paul Mignard, um 1690 (Inventarnummer: BS-III 44)

Ort: Händel-Haus, Kammermusiksaal

Ticket Preise:

18,00 € / ermäßigt 9,00 €

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Jean Baptiste Lully gilt als Inbegriff französischer Barockmusik, als Wegbereiter eines modernen Orchesterwesens und als Erfinder der Tragédie Lyrique. Er war zweifellos der berühmteste Musiker am Hof des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. – dabei wird jedoch häufig unterschlagen, dass Lully kein gebürtiger Franzose war, sondern tatsächlich in Florenz das Licht der Welt erblickt hatte. Ob Franzose oder nicht: Lullys Werk übte noch lange nach seinem Tod einen prägenden Einfluss auf nachfolgende Generationen aus – nicht zuletzt auch auf Georg Friedrich Händel. Dies zeigt sich am deutlichsten in Händels zahlreichen französischen Ouvertüren, die stets dem Schema Lullys folgen: mit einem gravitätisch-langsamen ersten Teil, durch punktierte Rhythmen gekennzeichnet, einem schnelleren, fugiert gearbeiteten zweiten Teil, einer Wiederholung dieser beiden Teile und einem kurzen abschließenden wiederum pathetisch-feierlichen dritten Teil. In Händels umfangreicher Notenbibliothek befanden sich im Jahr 1746/47, laut Reisebericht eines französischen Musikers, neben den Werken von Händel-Zeitgenossen wie Jean-Marie Leclair und Jean-Philippe Rameau auch sämtliche bis dahin erschienenen Opern Jean-Baptiste Lullys. Auch viele seiner eigenen Opern basieren auf denselben literarischen Vorlagen, die bereits Lully vertont hatte – sein Einfluss auf Händels Schaffen ist also nicht von der Hand zu weisen. Für weitere Informationen und Erkenntnisse zu diesem spannenden Thema besuchen Sie gern auch unsere Jahresausstellung „Charme•Esprit•Galanterie  – Händel und Frankreich“.


Veranstalter: Händelfestspielorchester Halle in Kooperation mit der Stiftung Händel-Haus

Ermäßigung für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte sowie – nur an der Abendkasse – für Mitglieder des Freundes- und Förderkreises des Händel-Hauses zu Halle e. V.

Reservierte Konzertkarten müssen bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Museumskasse im Händel-Haus abgeholt werden


Händels Schätze - Musik im Dialog

Die Gesprächskonzertreihe HÄNDELS SCHÄTZE – MUSIK IM DIALOG, die bereits seit 17  Jahren erfolgreich stattfindet, ist eine gemeinsame Produktion des Händelfestspielorchesters Halle und der Stiftung Händel-Haus.
Eine spezielle Programmauswahl mit Händels Musik und mit der seiner Zeitgenossen wird umrahmt durch kurze informative Gesprächsrunden. Den Dreh- und Angelpunkt für die Dialoge zwischen Musiker*innen, Restaurator*innen und Musikwissenschaftler*innen bilden zum Programm passende Exponate aus den Sammlungen der Stiftung Händel-Haus, seien es historische Musikinstrumente oder Objekte aus der Grafik- und Bildersammlung.

In der Spielzeit 2023/24 werden neben der Bass-Viola da gamba, die auf einem umgearbeiteten Violoncello von Tomáš Ondrej Hulínský basiert, auch der Kupferstich „Dom zu Halle“ von J. G. Krügner (1749),  ein anonymes Ölgemälde mit dem Porträt von Beethoven (Ende 19. Jhd.) und ein Kupferstich mit einem Portrait von J.-B. Lully von J. L. Roullet (um 1690) präsentiert.