Carlo Scalzi. Ein Kastraten-Porträt im Händel-Haus
Händel-Haus-Blog 2026/1
Juliane Riepe (Abt. Bibliothek/Archiv/Forschung)
Carlo Scalzi – eine Kastraten-Karriere
Vermutlich wurde Carlo Scalzi um 1700 in Genua geboren. Über die Familie und die Ausbildung des Sängers ist bisher nichts bekannt. So wissen wir auch nicht, wann entschieden wurde, den offenbar vielversprechenden Knaben zu kastrieren, damit seine hohe Singstimme erhalten blieb.
Ein Mann singt Frauenrollen
Wie können wir heute die Karriere von Sängern rekonstruieren, die vor dreihundert Jahren gelebt haben? Die wichtigste Datenquelle sind die Libretti, die jeweils zur Aufführung einer Oper gedruckt wurden. Sie enthalten nicht nur den gesungenen Text, sondern auch das Aufführungsdatum, den Aufführungsort (oft unter Angabe des Theaters) und etwa seit 1700 auch die Namen der Sänger.
Demnach debütierte Carlo Scalzi in der Karnevalssaison des Jahres 1718 am römischen Teatro Capranica in zwei Premieren-Opern: Alessandro Scarlattis Telemaco und Berenice regina d’Egitto von Domenico Scarlatti und Nicola Porpora.
In beiden Opern sang Scalzi Frauenrollen. Was zunächst verblüffend scheint, war damals in Rom und einigen weiteren Städten des Kirchenstaates Normalität. Frauen durften dort nicht öffentlich auftreten und wurden daher sowohl im Musik- als auch im Sprechtheater durch junge Männer ersetzt. Auf der Opernbühne übernahmen die Frauenpartien häufig Kastraten, die – wie Scalzi – am Beginn ihrer Karriere standen.
In den erwähnten Textbüchern zu Aufführungen des Jahres 1718 wird Scalzi als „Virtuoso dell’Illustriss. Sig. Marchese Gio. Battista Mari Centurioni“ bezeichnet – demnach war dieser Genueser Adelige damals Scalzis Dienstherr oder sein Förderer. Ein Jahr später sang der Kastrat abermals am Teatro Capranica in Opern von Carlo Francesco Pollarolo und Alessandro Scarlatti, auch diesmal in Frauenrollen.
Um die Jahreswende 1719/20 trat Scalzi in Venedig in Opern von Antonio Pollarolo und Giuseppe Maria Orlandini auf. Er sang nun Männerpartien, allerdings Nebenrollen – der Kastrat stand immer noch am Anfang seiner Karriere, erhielt aber inzwischen Engagements an einem renommierten Haus wie dem Teatro Grimani und gemeinsam mit späteren Berühmtheiten wie Faustina Bordoni.
Venedig, Rom, Bologna, Neapel – Karrierestationen
In den folgenden Jahren trat Scalzi unter anderem in Mailand, Venedig, Bologna, Rom, Genua, Florenz und Parma auf. 1724 engagierte man ihn für eine Festaufführung an den Münchner Hof. Im Juni desselben Jahres hörte der Leidener Anwalt Jan Alensoon (1683-1769) Scalzi in zwei Genueser Kirchen singen. Offenbar war der Kastrat zwischen seinen Opernengagements als Kirchenmusiker tätig – eine Praxis, die sich auch bei vielen seiner Kollegen beobachten lässt.
1725 trat Scalzi ein weiteres Mal am venezianischen Teatro Grimani auf, wieder gemeinsam mit Faustina Bordoni, doch inzwischen als primo uomo (mit einer Gage allerdings, die nur halb so hoch war wie die der Primadonna).
Scalzi war inzwischen einer der gefragtesten Kastraten auf dem italienischen Markt. Man engagierte ihn für die Premieren der Erfolgskomponisten an den berühmtesten Opernhäusern der Halbinsel. Bei der Erstaufführung von Porporas Siface 1725 in Mailand sang Scalzi ebenso die Titelrolle wie im Jahr darauf am Teatro San Bartolomeo in Neapel bei den Premieren von Johann Adolf Hasses Sesostrate und Astarto oder 1730 in Hasses Ezio. Mit Hasse war allerdings nicht ganz leicht auszukommen. Als die Primadonna Margherita Gualandi den Komponisten bat, die für sie bestimmten Arien umzuschreiben, weigerte sich Hasse standhaft – eine „unerhörte Tyrannei“, wie Scalzi befand.
Die für Scalzi komponierte Arie des Arsace „La rondinella che a noi sen riede“ aus Leonardo Vinci, La Rosmira fedele (La Partenope), Venedig 1725
Maria Ercolano, La Cappella della Pietà de̓ Turchini unter der Leitung von Antonio Florio
In der zweiten Hälfte der 1720er Jahre trat Scalzi außer in Neapel in Mailand, Rom und Florenz auf. 1730/31 war er abermals in Neapel zu hören, 1731/32 noch einmal am römischen Teatro delle Dame, im Karneval 1733 in seiner Heimatstadt Genua. Über die römische Aufführung von Vincis Artaserse äußerte sich der Textdichter, Pietro Metastasio, höchst zufrieden und lobte eigens den „unvergleichlichen“ Carlo Scalzi.
Die für Scalzi komponierte Arie des Arbace „Perché tarda è mai la morte“ aus Leonardo Vinci, Artaserse (Rom 1731)
Franco Fagioli, Concerto Köln unter der Leitung von Diego Fasolis
Scalzi und Händel
Einige Monate später machte sich Scalzi auf den Weg nach London. Händel hatte ihn zusammen mit Margherita Durastanti (Sopran), Anna Strada (Sopran), Giovanni Carestini (Altkastrat), Maria Caterina und Maria Rosa Negri (beide Alt) für sein Ensemble am King’s Theatre am Haymarket engagiert. Über die Vertragsbedingungen ist nichts bekannt; wir wissen auch nicht, wer den Kontakt zwischen Händel und Scalzi vermittelt hat. Händel hatte 1729 eine kurze Italienreise unternommen, um Sänger zu engagieren; möglicherweise hat er den Kastraten damals in Rom gehört.
Dokumentiert ist, dass Durastanti, Carestini und die Negri-Schwestern Anfang Oktober 1733 in London eintrafen; vielleicht ist Scalzi um dieselbe Zeit dort angekommen. Am 30. Oktober, dem Geburtstag des Königs, fand in Gegenwart der königlichen Familie die erste Aufführung der Saison statt. Gegeben wurde das Pasticcio Semiramide riconosciuta, das auf der gleichnamigen Oper von Leonardo Vinci basierte. Bei der Premiere 1729 in Rom hatte Scalzi mitgewirkt. Ob er es war, der die Noten an Händel übermittelte? Das Pasticcio war kein Erfolg und wurde nach insgesamt drei Aufführungen abgesetzt.
Am 13. November folgte als zweite Oper der Saison eine Wiederaufführung von Händels Ottone. Giovanni Carestini sang die Titelrolle, Carlo Scalzi den secondo uomo Adelberto. Die Premiere hatte zehn Jahre zuvor stattgefunden; Händel arbeitete beide Partien für die neuen Sänger um. Wieder fand sich die königliche Familie mehrfach im Opernhaus ein. Doch auch diese Oper war kein Erfolg. Nach drei Wochen folgte bereits das nächste Werk, das Pasticcio Caio Fabricio (auf der Grundlage einer Partitur von Johann Adolf Hasse, Rom 1732). Zu allem Überfluss begann Ende Dezember die Spielzeit der konkurrierenden Opera of the Nobility, die unter der musikalischen Leitung von Nicola Porpora stand und mit Senesino als primo uomo prunken konnte.
Anfang Januar 1734 brachte Händel ein weiteres Pasticcio heraus: Arbace (nach einer Vorlage von Leonardo Vinci). Scalzi sang den Artaserse, in Metastasios Libretto eigentlich die Titelrolle. Abermals war die königliche Familie unter den Zuschauern, neben König, Königin und den drei Prinzessinnen übrigens auch der Thronfolger Frederick, der parallel die Konkurrenz am Lincoln’s Inn Fields Theatre unterstützte.
Die Existenz zweier konkurrierender Opernunternehmen schadete letztlich beiden Unternehmen, denn das Publikum war auch zahlenmäßig geteilt. Wie sehr sich die Zuschauerzahlen gerade im King’s Theatre reduzierten, illustriert eine zeitgenössische Anekdote:
„at this Time another Nobleman asking the Earl of C-d if he would go one Night to the Opera?
My Lord ask’d, Which?
O!, to that in the Hay-Market, answered the other.
No, my Lord, said the Earl, I have no Occasion for a private Audience of his Majesty to-Night.“
(George Frideric Handel. Collected Documents, Bd. 2, hg. von Donald Burrows u.a., Cambridge 2015, S. 730)
Am 26. Januar 1734 präsentierte Händel als erste eigene und neue Oper der Saison seine Arianna in Creta. Sie hatte mit insgesamt 16 Aufführungen deutlich mehr Erfolg als die früheren Produktionen und stand bis März auf dem Spielplan.
Am 13. März, dem Vorabend der Hochzeit von Prinzessin Anne mit dem Statthalter der Niederlande, Wilhelm von Oranien, erklang in Gegenwart der königlichen Familie im King’s Theatre Händels dreiaktige Serenata Il parnasso in festa. Scalzi erhielt die Rolle des Orfeo.
Georg Friedrich Händel, Arie des Orfeo „Spira al sen celeste ardore“ aus Il parnasso in festa, London 1734
Matthew Halls, The King's Consort unter der Leitung von Lucy Crowe
Anfang April 1734 präsentierte Händel noch einmal sein Oratorium Deborah, dessen Erstaufführung im März 1733 stattgefunden hatte. Ob Scalzi dabei mitwirkte, ist unklar. Aufgetreten ist er aber sicherlich in Händels Sosarme, 1732 erstaufgeführt und Ende April 1734 wiederholt, sowie am 7. Mai in Acis and Galatea (Premiere ebenfalls 1732). Am 18. Mai erklang eine Wiederaufnahme von Il pastor fido; Scalzi sang den Silvio.
Georg Friedrich Händel, Arie des Silvio „Tu nel piagarmi il seno“ aus Il pastor fido (III 4)
Clint van der Linde, La Nuova Musica unter der Leitung von David Bates
Aus heutiger Sicht ist es kaum vorstellbar, wie Händel und sein Opernunternehmen eine Saison bewältigten, in der dem Publikum innerhalb von wenig mehr als acht Monaten zehn Werke präsentiert wurden. Zu fünf der Werke lag das Aufführungsmaterial vermutlich bereits vor, musste aber an die neuen Sänger angepasst werden. Drei Pasticci, eine Oper und eine Serenata waren neu. Die Werke mussten zusammengestellt bzw. komponiert, die Stimmen kopiert werden, die Sänger hatten ihre Rollen einzustudieren; es musste geprobt werden; Kostüme und Bühnenbilder waren zu entwerfen und anzufertigen – all dies, damit das Werk schlimmstenfalls nach drei Aufführungen wieder abgesetzt wurde. Voraussetzung für diesen frenetischen Produktionsrhythmus war ein Höchstmaß an Professionalität und Routine – Routine auch im Bereich von Dichtung und Komposition. Anders gesagt: Wenn nicht jede der Arien aus diesen Werken eine Perle sein mag, so ist dies schlichtweg den Produktionsbedingungen geschuldet, nicht anders als etwa im Falle der Kantaten J. S. Bachs.
Anfang Juli 1734 endete die Saison. Wie die London Evening-Post vom 6. Juli 1734 berichtete, nahmen Scalzi und Margherita Durastanti am 5. Juli bei Hofe Abschied. Beide planten, wenige Tage darauf nach Venedig zu reisen. Weder Scalzi noch Durastanti kehrten jemals wieder nach England zurück.
In Italien ist Scalzi noch bis 1739 als primo uomo in Aufführungen von Opern von Johann Adolf Hasse, Gaetano Latilla, Rinaldi di Capua und anderen nachweisbar. Dann scheint er seine Karriere als Opernsänger beendet zu haben. Der Kastrat ließ sich in Genua nieder und engagierte sich bei der dortigen Philippinerkongregation als musikalischer Organisator. Bis 1759 wirkte er bei der jährlichen Fronleichnam-Prozession als Sänger mit.
Scalzi starb vermutlich gegen Ende des Jahres 1767 oder Anfang 1768. Im März 1768 ließ jedenfalls die renommierte Bologneser Accademia Filarmonica, deren Mitglied er seit 1721 war, für ihn ein Seelenamt singen.
Scalzi-Porträts
Von Scalzi existieren mehrere zeitgenössische Porträts. Dabei handelt es sich zum einen um vier Karikaturen. Zwei davon stammen von dem römischen Maler und Zeichner Pier Leone Ghezzi (1674–1755). Eine dieser Zeichnungen entstand 1729, als Scalzi am römischen Teatro Aliberti engagiert war (Biblioteca Apostolica Vaticana, Manuscript - Ott.lat.3116Ott. lat. 3116, f. 147; https://digi.vatlib.it/view/MSS_Ott.lat.3116).
Die zweite, undatierte Karikatur befindet sich heute im Florentiner Museo Horne. Ebenfalls undatiert ist eine Zeichnung von Anton Maria Zanetti, die in der venezianischen Fondazione Giorgio Cini verwahrt wird (Album Zanetti f. 74). Sie zeigt „Scalzi vezzoso“ (den reizenden [oder: holden, netten. affektierten…] Scalzi) stehend, als überschlanke Gestalt, bekleidet mit einem Bühnenkostüm ähnlich dem, das auf unserem Gemälde zu sehen ist.
Eine vierte Karikatur von Marco Ricci (1676–1730) besitzt der britische Royal Collection Trust (RCIN 907307). Eine Kopie dieser Zeichnung wiederum befindet sich im Israel Museum in Jerusalem.
Bei unserem neuerworbenen Porträt handelt es sich vermutlich um eine Kopie oder Zweitfassung eines Ölgemäldes, das sich im Wadsworth Atheneum Museum of Art, Hartford, USA, befindet. Das Bild ist hier dem französischen Maler Charles-Joseph Flipart (1721–1797) zugeschrieben. Ob das Gemälde tatsächlich von ihm stammt, ist zweifelhaft; Flipart soll erst in den 1740er Jahren von Paris nach Venedig gereist sein, um sich dort weiterzubilden. Zu dieser Zeit hatte Scalzi seine Karriere bereits beendet.
Auf Arien-Suche. Ein ungelöstes Rätsel
Das Gemälde zeigt den Sänger in einem überaus prächtigen Bühnenkostüm. Vom Zuschnitt her folgt es dem Typus des „Habit à la romaine“. Dieses stark stilisierte antikisierende Opernkostüm ist auf zahlreichen Sänger-Darstellungen der Zeit zu sehen. Wesentliche Elemente sind der auf Hüfthöhe ausgestellte ‚Rock‘, der den Gürtelschurz (die „Pteryges“) der antiken römischen Militärkleidung aufgreift, die Stiefel, der bodenlange Umhang und ein mehr oder weniger stilisierter, federgeschmückter Helm.
Mit der linken Hand deutet der Sänger auf mehrere Notenblätter auf einem Tischchen. Lesbar sind die Angaben „Atto 3zo“, „Sign. Scalzi“, der Rollennamen „Arbace“ und das Textincipit der Arie: „Vivrò se vuoi così“. In der Fassung des Wadsworth Atheneum Museum of Art lassen sich auch die Noten mehr oder minder entziffern. Eine Rekonstruktion legte der Musikwissenschaftler Daniel Heartz vor, der sich eingehend mit dem Gemälde in Hartford befasst hat.
Arbace ist ein Rollenname in Pietro Metastasios „dramma per musica“ Artaserse. Eine Arie mit diesem Incipit gibt es in der originalen Dichtung Metastasios jedoch nicht. Wir müssen also nach einer Einlagearie suchen – die Praxis, bei späteren Aufführungen und Vertonungen einzelne Arien zu ersetzen oder zu ergänzen, war in der Zeit üblich und verbreitet.
Tatsächlich sang Scalzi im Frühjahr 1731 in Rom (Teatro delle Dame) den Arbace in Leonardo Vincis Artaserse – soweit wir wissen, das einzige Mal in seiner Karriere, dass Scalzi bei der Aufführung einer Vertonung von Metastasios Artaserse auftrat.
Dürfen wir nun also annehmen, dass unser Gemälde den Sänger im Bühnenkostüm der Aufführung von 1731 zeigt, daher mit einiger Wahrscheinlichkeit auch in diese Zeit zu datieren ist (und dann sicherlich auch nicht von dem damals zehnjährigen Flipart stammt)?
So einfach sind die Dinge leider auch wieder nicht. Die zeitgenössische, in der Österreichischen Nationalbibliothek Wien verwahrte Abschrift von Vincis Artaserse enthält die fragliche Arie nicht (Mus.Hs.19120/3 MUS MAG). Diese Partitur gehört jedoch vermutlich zur Premiere der Oper, die im Vorjahr stattgefunden hatte (also 1730) und bei der die Sängerbesetzung eine andere war. Notenmaterial zur Aufführung des Jahres 1731, bei der Scalzi mitwirkte, ließ sich bisher nicht ermitteln. Erhalten ist immerhin ein Exemplar des Textbuches (Heartz war dieser Druck seinerzeit – 1994 – noch unbekannt): ARTASERSE DRAMA PER MUSICA DI PIETRO METASTASIO ROMANO […] Da recitarsi nel teatro delle Dame nella Primavera dell’anno M.DCC.XXXI., Roma [1731]. Enttäuschenderweise enthält auch dieses Libretto die gesuchte Arie nicht. Hat Scalzi sie kurzfristig eingefügt? Hat er sie in einem ganz anderen, uns unbekannten Zusammenhang gesungen?
Eine Arie mit dem gesuchten Text, aber abweichender Musik ist als Autograph Baldassare Galuppis in der Bibliothek des Koninklijk Conservatorium Brüssel überliefert (https://opac.rism.info/id/rismid/rism703001957?sid=95602298), ebenso in einer Partitur zu einer Aufführung des Werkes 1756 in Vicenza. Im Textbuch zur Wiener Aufführung von Galuppis Vertonung (1749) hatte sie noch gefehlt. Bei einigen Aufführungen der 1750er Jahre, in denen der Altkastrat Gaetano Guadagni den Arbace sang, ist „Vivrò, se vuoi così“ belegbar (Akt III, 1. Szene, anstelle von „L’onda dal mar divisa“), ebenso in der Vertonung von Johann Christian Bach (Turin 1760). Allerdings entstanden Galuppis und Bachs Vertonungen des Artaserse erst lange nach dem Ende von Scalzis Opernkarriere.
Wir kennen also nun zwar wohl den vollständigen Text der Arie auf unserem Gemälde und ihre Position in Metastasios Drama, suchen aber noch nach dem missing link zu Scalzi – und natürlich nach der Musik und ihrem Komponisten.
Die Recherchen sind im Gange – wir halten Sie auf dem Laufenden!
Literatur
Daniel Heartz, Portrait of a Primo Uomo. Carlo Scalzi in Venice ca. 1740, in: Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 12 (1994), S. 133–145
Margaret R. Butler, From Guadagni’s Suitcase: A Primo Uomo’s Signature Aria and its Transformation, in: Cambridge Opera Journal 27/3 (2015), S. 239–62.