ABGESAGT! Salon: Otto Brusatti meets Rilke und Händel
Foto: privat
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freier Eintritt
Rainer Maria Rilke und Georg Friedrich Händel sind zwei exemplarische europäische Künstler mit internationaler Wirkung, die einen Großteil ihres Lebens außerhalb ihres Geburtslandes verbrachten. Rilke wurde 1875 in Prag geboren, arbeitete aber vor allem in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz. Händel wurde 1685 in Halle geboren, ging früh nach Italien und ließ sich dann in London nieder, wo er als Komponist Karriere machte. In ihrem Werk spielt Spiritualität bzw. religiöse Thematik eine große Rolle: Bei Rilke etwa im Stunden-Buch und den Duineser Elegien, bei Händel vor allem in seinen Oratorien wie dem Messiah.
Otto Brusatti schlägt Brücken zu diesen Künstlern, indem er sein neues Werk 10 Neu-Duineser Elegien vorstellt, das Natur und Empfinden vereint. Auch er arbeitet in seinem literarischen Werk am Ideal einer Stimme, die mehr trägt als den wörtlichen Inhalt (wie Rilke mit singender Sprache und wie Händel mit sprechendem Melos). Über seinen Vortrag werden Affekte, Transzendenz und Resonanz über Form, Klang und Rhythmus erfahrbar gemacht, nicht über Erklärung.
Dauer: ca. 1 Stunde
In Kooperation mit der Mitteldeutschen Verlag GmbH im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2026.
über Otto Brusatti:
Otto Brusatti, 1948 im österreichischen Zell am See geboren, ist Regisseur, Autor und Musikwissenschaftler, Filme- und Radiomacher (Oper! von Friederike Mayröcker, ORF Hörspiel des Jahres 2017). Er unterrichtete Vergleichende Ästhetik an der Universität Wien und arbeitet an verschiedenen Bühnen. Werke u. a.: „Mozart auf der Reise nach Berlin“ (2005), "Mein Messias. Eine Händel-Novelle" (2009), „Fest auf A. Ein Franz-Schubert-Roman“ (2013), „Das musikalische Opfer“ (2015), „10 Neu-Duineser Elegien. Gedichte“ (2025).