Werke von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Giovanni Bononcini, Heinrich Ignaz Franz Biber, Dietrich Buxtehude, Antonio Caldara und Jean-Marie Leclair
Schauspielerin: Alexandra Marisa Wilcke
Ensemble Arava:
Sopran: Einat Aronstein
Violine: Sophie Wedell
Violoncello: Nora Matthies
Cembalo, Leitung: Avinoam Shalev
25 €
Warum feiern wir Opern und Kantaten der Barockmusik, in denen Frauen auf wenige Stereotype reduziert und nur an ihrem Bezug zu Männern gemessen werden? Während gesellschaftlich heiße Debatten über Gleichberechtigung und Sexismus toben, bringen wir in der klassischen Musik immer noch haarsträubende Klischees auf die Bühne: die eifersüchtige Furie, das naive Dummchen oder die Heilige. Muss das so sein? Gemeinsam mit der Schauspielerin Alexandra Marisa Wilcke versucht sich das Ensemble Arava an etwas Neuem – in einer einstündigen Performance aus Musik und Wort. Denn obwohl veraltete Rollenbilder letztlich uns allen schaden, fällt es mitunter schwer, sich davon zu lösen – und manche Parallele zur Gegenwart trifft direkt ins Herz. So wird den Frauen, von denen auf der Bühne gesungen wird, eine differenzierte Stimme gegeben, und damit ein Weg gezeichnet, wie man die Werke, die wir lieben, auf zeitgemäße Art aufführen kann.