Opera in drei Akten, HWV 33 (1735)
Libretto nach Antonio Salvis Ginevra, principessa di Scozia (1708), basierend auf Ludovico Ariostos Versepos Orlando furioso (1516)
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner
Inszenierung: Franco Citterio, Giovanni Schiavolin
Bühne, Licht: Franco Citterio
Kostüme: Cecilia Di Marco, Maria Grazia Citterio
Solist:innen: Re: Magnus Piontek, Ginevra: Hanna Herfurtner, Ariodante: Coline Dutilleul, Lurcanio, Odoardo: Gwilym Bowen, Polinesso: Julia Böhme, Dalinda: Frieda Jolande Barck
Compagnia Marionettistica
Carlo Colla & Figli
lautten compagney BERLIN
Mit freundlicher Unterstützung der Orbis Real Estate GmbH
Hinweis: Es steht ein Bustransfer für die Hin- und Rückfahrt zur Verfügung. Tickets dafür müssen separat erworben werden. Bei der Buchung der Veranstaltung werden Ihnen die Bustickets als Option angeboten.
80/65/30 €
Ariodante bildet den Abschluss der Trilogie, die aus der Zusammenarbeit der lautten compagney BERLIN unter Wolfgang Katschner mit dem Mailänder Marionettentheater Carlo Colla & Figli hervorgegangen ist. Die 2022 erstmals aufgeführte Produktion bringt Händels Ariodante in einer Form auf die Bühne, die Nähe schafft – reduziert im Ausdruck, aber eindringlich in der Wirkung. Die Geschichte dreht sich um ein Verlöbnis, das durch Intrige und Täuschung zu zerbrechen droht. Händel entwirft kein Heldendrama im klassischen Sinn, sondern seziert mit großer Klarheit die psychologischen Bruchstellen einer Figur, die zwischen Selbstzweifel und Kontrollverlust taumelt. In der Marionette wird diese Fragilität spürbar gemacht: Nicht Kraft, sondern das Scheitern an der eigenen Rolle steht im Mittelpunkt. Ariodante zeigt, wie durch das scheinbar Unpersönliche der Puppe ein umso schärferes Bild von Männlichkeit entstehen kann.