Mit Werken von Georg Friedrich Händel, Arcangelo Corelli und Alessandro Scarlatti
Sopran: Silvia Frigato
Concerto Italiano:
Violine: Nicholas Robinson, Stefano Barneschi
Violoncello: Alessandro Palmeri
Chitarrone: Ugo Di Giovanni
Cembalo, Leitung: Rinaldo Alessandrini
35/20 €
Studienreise oder Werbetour? Händels Italienaufenthalt war sicherlich beides. Einen Lehrer hatte er in Italien nicht, doch kennengelernt hat Händel zweifellos viel, das ihm wichtig war: die aktuellen Strömungen der italienischen Musik, die modernsten Kantaten und Opern, das Oratorium, eine damals neue Gattung für einen Protestanten aus Mitteldeutschland – und zwei Gran Signori, beide eine Generation älter und europäische Berühmtheiten: Arcangelo Corelli und Alessandro Scarlatti. Mit Corelli als Konzertmeister arbeitete Händel 1708 bei der Aufführung seiner Resurrezione zusammen. Scarlatti hat er vielleicht nie persönlich getroffen, aber zweifellos seine Musik gehört. Mit beiden wetteiferte der gerade einmal 23-jährige offen: In einer Arie seines Oratoriums spielt er auf einen Satz aus Corellis Violinsonaten op. 5 an; Händels Resurrezione erklingt in Rom wenige Tage nach Scarlattis Oratorium Colpa, Pentimento e Grazia. Wer will, kann vergleichen – damals und heute wieder. Es musiziert in kleiner Besetzung das legendäre Concerto Italiano unter der Leitung von Rinaldo Alessandrini.