| Georg-Friedrich-Händel Halle

Aci, Galatea e Polifemo

Konzertante Aufführung

Kammerorchester Basel

Serenata, HWV 72 (1708)
Libretto von Nicola Giuvo, basierend auf Ovids Metamorphosen (8 n. Chr)
Galakonzert anlässlich der Verleihung des Händel-Preises 2026 an René Jacobs

Musikalische Leitung: René Jacobs
Aci: Kateryna Kasper
Galatea: Sophie Harmsen
Polifemo: Christian Senn

Kammerorchester Basel

Ticket Preise:

90/60/35/20

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Eine Hochzeit – und ein Todesfall? Am 19. Juli 1708 heiraten in Neapel eine Fürstentochter und ein junger, mit Händel gleichaltriger Herzog. Die Tante der Braut, Aurora Sanseverino, Herzogin von Laurenzano, gibt zur Hochzeit bei einem jungen deutschen Komponisten, der gerade in Rom von sich reden macht, eine Festkomposition in Auftrag; das Libretto schreibt ihr Hofdichter. Händel schließt die Komposition im Juni 1708 in Neapel ab. Braut und Bräutigam präsentiert man eine Geschichte aus Ovids Metamorphosen: Der einäugige Riese Polifemo verliebt sich in die reizende Nymphe Galatea. Sie aber liebt den Hirtenknaben Aci und weist den groben Liebhaber ab. Wutentbrannt erschlägt Polifemo den Nebenbuhler mit einem Felsbrocken. Galatea verwandelt den toten Geliebten in einen Fluss; so bleiben beide dennoch vereint. Ein eigenartiges Sujet für eine Hochzeit – doch Händel macht daraus eine der schönsten und anrührendsten Kompositionen seiner italienischen Zeit, ein Werk, auf das er bis in seine letzten Lebensjahre immer wieder zurückgreifen wird.

 

Präsentiert von LOTTO Sachsen-Anhalt

René Jacobs

René Jacobs

René Jacobs: Händel-Preisträger 2026

 

René Jacobs zählt zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten der Alten-Musik-Szene der letzten Jahrzehnte. Als Sänger, Dirigent und künstlerischer Leiter hat er das Verständnis barocker Vokalmusik und insbesondere der Werke Georg Friedrich Händels entscheidend geprägt. Bereits in den 1980er-Jahren begann Jacobs eine intensive Auseinandersetzung mit Händels Opern und Oratorien. Seither widmet er sich mit größter Konsequenz und künstlerischer Fantasie einer historisch informierten, zugleich lebendigen und sinnlichen Interpretation. Seine Aufnahmen von Giulio Cesare, Ariodante, Rinaldo, Tamerlano, Saul, Belshazzar oder Theodora gelten als Referenzaufnahmen – vielfach preisgekrönt und international rezipiert. Dabei geht es Jacobs nie nur um stilistische Korrektheit, sondern auch um dramatische Stringenz, psychologische Tiefe und musikalische Eloquenz. Durch seine Arbeit hat er wesentlich dazu beigetragen, dass Händels Musiktheater heute wieder als modernes, emotional durchdrungenes und menschliches Ausdrucksmedium erlebt wird. Auch als Vermittler, Mentor und künstlerischer Partner ist Jacobs von großer Bedeutung: Zahlreiche Sängerinnen und Sänger sowie Ensembles wurden durch die Zusammenarbeit mit ihm nachhaltig inspiriert und in ihrem Zugang zu Händels Werk entscheidend geprägt. Die Verleihung des Händel-Preises der Stadt Halle, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus, würdigt René Jacobs’ umfangreiches Lebenswerk und seinen prägenden Einfluss auf die heutige Händel-Rezeption.