Bald ist es wieder so weit: Das Händel-Haus präsentiert sich mit einem bunten Programm für große sowie kleine Besucherinnen und Besucher. Neben Führungen durch die Ausstellungen des Museums werden im Rahmen von „Der Tresor wird geöffnet“ die Schätze der Bibliothek vorgestellt. Ebenso wird eine Spezialführung zum Thema „Mechanische Musikinstrumente“ angeboten. Für Unterhaltung sorgen „Händels Harlekine“ mit einem musikalischen Improvisationstheater.
Verbunden ist der Tag der Offenen Tür in diesem Jahr mit dem europäischen Tag der Restaurierung. Passend dazu gibt es ein Klingendes Werkstattgespräch mit dem Instrumentenbauer Omar Shalash sowie einen Workshop für Kinder zum Thema Musikinstrumentenbau. Die Restaurierungswerkstatt ist ebenfalls geöffnet.
Herzliche Einladung bei freiem Eintritt!
Tipp: besuchen Sie auch gerne unser Konzert am Vormittag: "Merci, Mercy!" (11:00 Uhr Kammermusiksaal; Tickets: 18 € / 9€ ermäßigt). Alle Informationen finden Sie hier: Musik im Händel-Haus
freier Eintritt
Programm
10.00 Uhr: „Vom echten und vom falschen Händel-Haus“ – eine Baugeschichtsführung mit Karl Altenburg
10.00-15.00 Uhr: Offenes Atelier in der Instrumentenrestaurierung mit Vorstellung der neuen Notfallboxen – Franziska Bühl
11.00 Uhr: 1. Konzert der Reihe „Musik im Händel-Haus“, Kammermusiksaal // kostenpflichtig - Eintritt: 18,- EUR, erm. 9,- EUR
Wie hörten Menschen im barocken London ihre Lieblingsmusik, wenn gerade keine Opernaufführung stattfand? Das Programm greift die Tradition der „Pocket Companions“ auf und präsentiert Werke von Georg Friedrich Händel und Louis Merci in einer intimen Kammerbesetzung – virtuos, transparent und persönlich.
13.00 Uhr: „Verborgene Männerwelten in London zur Händel-Zeit“ – eine Spezialführung in der Sonderausstellung mit Karl Altenburg
14.00 Uhr: „Händels Harlekine“ – Impro-Musik-Theater, Kammermusiksaal
Die studentische Gruppe für musikalisches Improvisationstheater lädt zu einem neuen Feuerwerk der Improkunst im Hause ihres Namensgebers ein. Erleben Sie, wie auf Zuruf aus dem Publikum aus einer Kammerszene eine Mini-Oper, kitschtriefende Operette oder Rocky Horror Show werden – Unterhaltung mit garantiertem Spaßfaktor!
14.00 Uhr: „Mannsbilder“ – Führung durch die Sonderausstellung mit Dr. Juliane Riepe
15.00 Uhr: „Musik in Bewegung: Mechanische Musikinstrumente“ – Spezialführung mit Franziska Bühl, Instrumentenausstellung
15.00-17.00 Uhr: Instrumentenbau für Kinder mit Helene Richter, Kleiner Hof/Foyer
Kronkorken- und Becherrassel bieten Upcycling in seiner klangschönsten Form. Kommt vorbei und staunt, wie in euren Händen aus fast entsorgten Flaschenverschlüssen und Joghurtbechern plötzlich Instrumente werden!
16.00 Uhr: Klingendes Werkstattgespräch zur arabischen Laute Oud mit Omar Shalash (Halle), Kammermusiksaal
Im antiken Persien entstanden, gelangte die Kurzhalslaute mit der westlichen Expansion im Mittelalter nach Andalusien und von dort nach Mitteleuropa. Hier prägten die abgeleiteten Instrumente, im Deutschen als Laute bezeichnet, entscheidend die Musikkultur der Renaissance und des Frühbarock. Der Instrumentenbauer Omar Shalash zeigt diese Entwicklung auf, erläutert Gemeinsamkeiten und Unterschiede und bringt das Instrument natürlich zum Klingen.
16.00 Uhr: „Tintenfraß, Papierzerfall und kleine Tiere. Händels Schätze restauriert“ – Spezialführung mit Jens Wehmann, Bibliothek des Händel-Hauses
Feuer und Wasser, chemische Prozesse und Luftverschmutzung, Pilze, Silberfische, Nager oder schlichtweg Benutzung: All dies sind potentielle Bedrohungen für alte Bücher. Anhand von ausgewählten Beispielen aus unserer Schatzkammer zeigen wir typische Schadensbilder und Möglichkeiten der Restaurierung. Gerne können eigene Lieblingsstücke zur Begutachtung mitgebracht werden.
**Aus Platzgründen ist die Führung auf max. 10 Personen begrenzt. Bei großem Interesse kann sie wiederholt werden.
17.00 Uhr: Anspiel der Hammond-Orgel R 182 von 1973 mit Steffen Greisiger (Leipzig), Instrumentenausstellung
Eigentlich als preiswerter Ersatz für die Kirchenorgel gedacht, entwickelte sich die Hammond-Orgel bald zum typischen Jazzinstrument. Ihre Klangvielfalt, gezaubert aus einer obskuren Mischung aus elektrotechnischen und mechanischen Bauteilen kommt in diesem Anspiel auf einem Instrument der Sammlung schön zur Geltung.