William Hogarth, Mittag (Detail), Kupferstich, 1738. Hugenotten vor der französischen Kapelle in Soho, London.
Händel und die Hugenotten
Im Jahr von Händels Geburt, 1685, erschütterte der Widerruf des Edikts von Nantes Europa und löste eine der größten Fluchtbewegungen der frühen Neuzeit aus. Zehntausende Hugotten fanden Zuflucht in den Niederlanden, der Schweiz, England und den protestantischen Territorien des Heiligen Römischen Reiches – auch in Halle, bestigt durch das Edikt von Potsdam. Als Händel 1702 seine erste Stelle als Organist der Reformierten Gemeinde im Halleschen Dom antrat, war diese Migration im Stadtbild längst sichtbar.
Um 1700 lebten in London etwa 50.000 Hugenotten. Sie prägten das kulturelle Leben der Stadt und unterhielten eigene Kirchen und karitative Einrichtungen. Unter den Künstlern, Musikern und Handwerkern, mit denen Händel verkehrte, hatten viele hugenottische Wurzeln. Die Verbindung reichte bis in sein engstes Umfeld: sein Diener Peter LeBlond, sein Testamentsvollstrecker George Amyand und der Maler Philippe Mercier, Schöpfer des wohl intimsten Händel-Porträts.
Ort: Gewölbekeller
Organisation: Freundes- und Förderkreis der Stiftung Händel-Haus e. V.
Veranstalter: Stiftung Händel-Haus
Die Veranstaltung findet hybrid statt. Den Livestream finden Sie hier:
https://teams.live.com/meet/9386586109728?p=E4Zkth0aZFdkfB6pXT
Dank der Unterstützung des Freundes- und Förderkreises des Händel-Hauses zu Halle e. V. sind die Vorträge für die Zuhörer kostenfrei.
freier Eintritt
Plaudereien mit Künstler*innen, Musikwissenschaftler*innen und Theaterschaffenden über und um Händel
Von Januar bis Juni und September bis Dezember findet monatlich mittwochs zum früheren Abend um 17.30 Uhr das Gespräch mit den Vortragenden im Händel-Haus statt – schauen Sie vorbei oder schalten Sie sich von Ferne online dazu!