Wednesday, 15. April 2020 19:30 Kammermusiksaal

Terpsichore - Händel und die Tänzerin Marie Sallé - abgesagt

Händels Schätze – Musik im Dialog

Marie Sallé

Marie Sallé, kolorierte Lithographie von Hippolyte Pauquet, 1862, nach Nicolas Lancret, 1730 © Stiftung Händel-Haus

Gesprächskonzertreihe "Händels Schätze - Musik im Dialog":

Terpsichore - Händel und die Tänzerin Marie Sallé

Ballettmusiken u. a. aus Händels „Alcina“, „Ariodante“ und „Flori-dante“

Laura Busquets Garro (Tanz), Thomas Ernert (Oboe), Birgit Schnurpfeil und Henriette Auracher (Violinen), Johannes Hartmann (Violoncello), Bernhard Prokein (Viola, Cembalo), Ivo Nitschke (Schlagzeug) 

Das besondere Exponat: Die Tänzerin und Choreografin Marie Sallé (um 1707–1756) auf einer kolorierten Lithographie von Hippolyte Pauquet, 1862, nach Nicolas Lancret, 1730.

Tickets:
12 € / ermäßigt 6 € 

Im Mittelpunkt des Konzertes steht „Terpsichore, Muse des Tanzes“. Das Programm rund um die Tänzerin Marie Sallé, bei denen Auszüge aus Opern und Ballettmusiken von G. F. Händel erklingen, wird moderiert von Dr. Konstanze Musketa. Die Tänzerin und Choreografin Marie Sallé revolutionierte in der Zeit des Barocks das französische Ballett, indem sie die ´ formstrengen Figuren aufbrach und mit der Lebendigkeit der Pantomime versah. Ihre Stärke war der emotionale Ausdruck, der das Pariser und Londoner Publikum verführte und zugleich Gegenstand heftiger Diskussionen und Anfeindungen wurde. Ihre Zusammenarbeit mit Händel begann im Alter von zehn Jahren in der Oper „Rinaldo“ und kam zur Fortführung in der Oper „Alcina“, in der sie die Rolle des Cupido tanzte. Trotz oder gerade wegen ihrer umstrittenen Person ging Marie Sallé als Grande Dame des französischen Balletts in die Geschichte ein.

Die Gesprächskonzertreihe ist eine gemeinsame Produktion des Händelfestspielorchesters Halle und der Stiftung Händel-Haus. Eine spezielle Programmauswahl mit Händels Musik und mit der seiner Zeitgenossen wird umrahmt durch kurze informative Gesprächsrunden. Den Dreh- und Angelpunkt für die Dialoge zwischen Musikern, Restauratoren und Musikwissenschaftlern bilden zum Programm passende Exponate aus den Sammlungen der Stiftung Händel-Haus.