Mittwoch, 08. Juni 2022 19:30 Aula der Martin-Luther-Universität

Timur und Bayezid

Musik aus „Tamerlano”-Vertonungen von G. F. Händel und Zeitgenossen sowie Musik aus dem Osmanischen Reich

Laila Salome Fischer

Laila Salome Fischer

Musikalische Leitung und Konzept: Mehmet C. Yeşilçay
Solist*innen: Laila Salome Fischer (Sopran), Nicholas Tamagna (Countertenor, anstelle von Gerald Thompson), Jorge Morata (Tenor), Murat Irkilata (orientalischer Gesang, Sprecher)
Pera Ensemble Istanbul

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Tickets:
30 
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Kein anderer versteht es besser als Mehmet C. Yeşilçay, die Klangwelten des Orients und des Okzidents zu einer sinnlichen Mischung für den Konzertsaal zu vereinen. Im Mittelpunkt des Konzertes stehen die „Tamerlano”-Vertonungen von G. F. Händel und Zeitgenossen sowie Musik aus dem Osmanischen Reich. Tamerlan, besser bekannt als Timur oder Timur Lenk, war geschichtlich einer der gewaltsüchtigsten Herrscher zu Beginn des 15. Jahrhunderts, der die Wiederherstellung des Mongolischen Reiches anstrebte und dabei in kriegerischen Konflikt mit dem Osmanischen Reich unter Sultan Bayezid I. geriet. Das Libretto von Agostino Piovene, dessen Inhalt scheinbar den Konflikt zwischen Bayezid und Tamerlan, aber hauptsächlich allegorische und philosophische Themen behandelt, war Vorlage für fast 40 Vertonungen bis 1810.

Nach den erfolgreichen Auftritten in den vergangenen Jahren – z. B. das umjubelte, religionsübergreifende Konzert „One God“ 2017 – kehrt das Pera Ensemble zu den Händel-Festspielen zurück. „Mit dem Pera Ensemble aus Istanbul unter der Leitung von Mehmet C. Yeşilçay bedurften die Lautmuster keiner Übersetzung. Die Melodien aus dem alten Europa und das geheimnisvoll Orientalische verdichteten sich zu märchenhaften Klangfabeln. Über dem ungemein reichen, raffiniert bedienten Instrumentarium entfalteten sich die von kostbarer Klangschönheit bestimmten Stimmen ...“ (Tiroler Tageszeitung)