Sonntag, 07. Juni 2020 16:00 Dom zu Halle

La bellezza ravveduta nel trionfo del tempo e del disinganno

Oratorium von G. F. Händel // HWV 46a

Emmanuelle de Negri © Clemence Demesme

Emmanuelle de Negri

Musikalische Leitung: Ottavio Dantone
Solisten: Emmanuelle de Negri (Piacere), Monica Piccinini (Belezza), Carlos Mena (Disinganno), Martin Vanberg (Tempo)
Accademia Bizantina

Erstaufführung nach der Hallischen Händel-Ausgabe

Tickets:
55, 45 
30 € 
Hörplatz

Konzerteinführung: Dr. Erik Dremel, Theologische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg // 15.00 Uhr // Händel-Haus, Glashalle // Eintritt frei – freie Platzwahl (Dauer ca. 30 Minuten)

Die Personifizierung von abstrakten Begriffen oder die Darstellung von Lebenswahrheiten in Gleichnissen und Bildern setzte auch Händel gern musikalisch um. Vier allegorische Figuren – Bellezza (Schönheit), Piacere (Vergnügen), Disinganno (Erkenntnis) und Tempo (Zeit) – tragen einen dramatischen Konflikt aus, einen Wettstreit um Wahrheit und Trug, um ewige Seligkeit und flüchtiges Glück.

Die Accademia Bizantina mit seinem musikalischen Leiter Ottavio Dantone werden seit Jahren als eines der führenden Ensembles historischer Aufführungspraxis gefeiert. Dabei wurde die Kombination aus Neugier des Forschens und der Musizierlust des Spezialensembles zum Fundament des jahrelangen Erfolgs. In einem 2017 veröffentlichten Porträt des Orchesters im Magazin Concerti wird es auf den Punkt gebracht: „So muss Barock klingen.“

In Halle wirkt ein international renommiertes Solistenensemble mit, darunter der skandinavische Tenor Martin Vanberg, dessen strahlend helle und klare Stimme von der Fachkritik gelobt wird, und der Spanier Carlos Mena, der verschiedene Hauptrollen Händel’scher Opern an renommierten Opernhäusern und Festivals gestaltete, z.B. im Theater an der Wien, im Concertgebouw Amsterdam und bei den Salzburger Festspielen. Dies trifft auch auf die beiden Sängerinnen zu, die Französin Emmanuelle de Negri, die dem Vergnügen ihre Stimme leiht, und die Italienierin Monica Piccinini als Schönheit, die – nomen est omen – genauso singen wird.