Montag, 01. Juni 2020 11:00 Händel-Haus

Händels Spieluhr und seine Londoner Musikerkollegen

Kristin von der Goltz

Kristin von der Goltz

Werke von J. E. Galliard, F. Caporale, F. X. Geminiani, N. F. Haym und G. F. Händel

Kristin von der Goltz (Barockcello), Andreas Küppers (Cembalo, Orgel)

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Lange schätzte man das Violoncello als treuen Bass-Begleiter, dann profilierte es sich nach 1700 zunehmend auch als Soloinstrument. Die neue Art des Cellospiels verbreitete sich wie so viele musikalische Novitäten von Italien aus in ganz Europa.

In ihrem reizvollen Duo-Programm stellen Kristin von der Goltz, ehemals Cellistin im renommierten Freiburger Barockorchester und seit 2006 Mitglied der Berliner Barock Solisten, und der Cembalist Andreas Küppers jedoch Händel in Bezug zu seinen italienischen und deutschen Kollegen – alle miteinander Wahl-Engländer. Das Konzert versucht das Londoner Musikleben um 1740 aus der Sicht eines Cellisten zu beschreiben. G. F. Händel selbst hat keine Cellosonaten geschrieben. Im Konzert erklingen jedoch zwei seiner Spieluhr-Melodien aus der Sammlung „18 Stücke für eine Spieluhr”, dessen Melodien Bearbeitungen von Opernmelodien waren und die er auch in seinen Cembalo-Werken verwendete.