Freitag, 12. Juni 2020 19:30 Georg-Friedrich-Händel HALLE

Händel im Crystal Palace. Festivalkonzert vom 20. Juni 1883

Werke von G. F. Händel

Howard Arman, Foto: Astrid Ackermann

Howard Arman

Musikalische Leitung: Howard Arman
Solisten: Julia Doyle (Sopran), Nicholas Mulroy (Tenor), Matthias Winckhler (Bassbariton), Christopher Stokes (Orgel)
MDR-Rundfunkchor, MDR-Sinfonieorchester

In Kooperation mit dem MDR

Tickets:
55, 40, 30, 25, 20 

Konzerteinführung: Dr. Erik Dremel, Theologische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg // 18.30 Uhr // Händel-Haus, Glashalle // Eintritt frei – freie Platzwahl (Dauer ca. 30 Minuten)

 

Crystal Palace, ein riesiges Konzert- und Ausstellungsgebäude, wurde 1851 zur ersten Weltausstellung im Londoner Hyde Park errichtet, anschließend demontiert und in erweiterter Form in Upper Norwood wieder aufgebaut. Seitdem hatte sich der gewaltige Bau zu einem der legendärsten Festivalkonzertorte Londons im 19. Jahrhundert entwickelt, der zudem Zeugnis ablegt, wie die Engländer ihren Händel verehrt haben Bei besonderen Anlässen, wie dem Handel Festival 1883, wirkten an den Aufführungen bis zu 4.000 Sänger und 500 Instrumentalisten mit, während Zehntausende von Zuhörern teils sitzend, teils in den weiten Räumen auf und ab gehend, der Musik lauschten.

Die 1852 gegründete Aktiengesellschaft „Crystal Palace Company“ hatte es sich zur Aufgabe gemacht, im Hinblick auf die „Erziehung der großen Massen des Volkes und die Veredelung ihrer Erholungsgenüsse einen Universaltempel zu bauen“, in dem ab 1859 gigantische Händel-Festivals stattfanden.

Wenn große Orchester im In- und Ausland ein Werk mit Chorbeteiligung planen, steht der MDR-Rundfunkchor auf der Wunschliste ganz oben. Der in Halle bestens bekannte Händel-Spezialist, Dirigent und Händel-Preisträger Howard Arman hat die Crystal Palace-Aufführung von 1883 rekonstruiert und wird diese mit einem international großartigen Solistenensemble, dem MDR-Rundfunkchor und dem MDR-Sinfonieorchester zur Aufführung bringen – ein Klangereignis, dem man sich schwerlich entziehen kann.