Mittwoch, 08. April 2020 19:30 Händel-Haus

Händel-Göttingen-1920 - abgesagt

Musik hinterfragt

Andrea Rechenberg

Andrea Rechenberg © Merkel

Händel_Göttingen_1920

Referentin: Andrea Rechenberg, Göttingen

Ort: Händel-Haus, Renaissance-Raum

 

Dank der Unterstützung des Freundes- und Förderkreises des Händel-Hauses zu Halle e. V. sind die Vorträge für die Zuhörer kostenfrei.

Tickets:
freier Eintritt

Erstmals – nach fast 200 Jahren – wurde 1920 in Göttingen wieder eine Händeloper aufgeführt, stark gekürzt und in deutscher Sprache. Diese Bearbeitung der Oper Rodelinda entwickelte sich zu einem großen Erfolg und wurde mehrmals in Göttingen und anderen Orten in Deutschland auf die Bühne gebracht. Dies war der Beginn der weltweiten „Händelrenaissance“.

Die Ausstellung des Städtischen Museums Göttingen stellt die „Rodelinde“-Aufführung von 1920 in den Mittelpunkt und widmet sich den Akteuren und Institutionen, die zum Entstehen beigetragen haben.

Nicht zufällig begann in Göttingen 1920 die sogenannte „Händelrenaissance“. Politik, Zeitgeist und Kultur der Weimarer Republik waren Wegbereiter der „Rodelinde“-Produktion und trafen auf engagierte Bürger und ein funktionierendes Netzwerk. Deutlich wird auch, wie sich in dieser Zeit Kunst und Kultur mit dem erstarkenden Nationalismus vereint.

Andrea Rechenberg ist Leiterin des Städtischen Museums Göttingen und Kuratorin der Ausstellung Händel_Göttingen_1920, die dort bis zum 11. Oktober 2020 zu sehen ist. Im Rahmen des Vortrags wird ein Dokumentarfilm zur Geschichte der Göttinger Händelfestspiele gezeigt.

 

Spannende Themen und hochkarätige Referenten erwarten Sie bei der beliebten populärwissenschaftlichen Vortragsreihe „Musik hinterfragt“. Fachexperten sprechen unter Einbeziehung von Klangbeispielen über musikalische Themen, die mit der Arbeit der Stiftung Händel-Haus verbunden sind oder durch besondere Anlässe, wie Jubiläen, auf breiteres Interesse stoßen. Den Vorträgen schließt sich meist eine offene Diskussion an, bei der die Anwesenden das Gehörte „hinterfragen“ können.