Freitag, 10. Juni 2022 19:00 Goethe-Theater Bad Lauchstädt

Caio Fabbricio HWV A9

(Erstaufführung in der Neuzeit)

Nicolas Kierdorf

Pasticcio (Oper) von J. A. Hasse in der Bearbeitung von G. F. Händel

Musikalische Leitung:Nicolas Kierdorf
Regie: Ute M. Engelhardt
Ausstattung: Moritz Weißkopf, Jeannine Cleemen // Dramaturgie: Dr. Steffen Voss
Solist*innen: Lukasz Konieczny (Caio Fabbricio), Julie Vercauteren (Volusio), Fanny Lustaud (Pirro), Anne-Aurore Cochet (Sestia), Yeagook Kang (Turio), Melina Meschkat (Bircenna), Julia Spies (Cinea)
Barockorchester Concert Royal Köln

In italienischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln
Koproduktion Concert Royal Köln mit den Händel-Festspielen

Das Barockorchester Concert Royal Köln wird unterstützt von der Mitteldeutschen Barockmusik e. V.

Bitte beachten Sie gegebenenfalls die jeweils aktuellen pandemiebedingten Zugangsbeschränkungen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird empfohlen.

Tickets:
75, 60 
30 € 
Hörplatz

Das Ticket berechtigt am Konzerttag von 10.00 bis 18.00 Uhr zum freien Eintritt in die Dauerausstellungen „Neues Schillerhaus” und „Badegeschichte im Douche-Pavillon”.

„Cajo Fabbricio“, das Händel im Dezember 1733 in London aufführte, ist eine Bearbeitung der gleichnamigen, ein Jahr zuvor in Rom entstandenen Oper von J. A. Hasse. Mit Hasses modernem neapolitanischen Stil wollte man die Fähigkeiten der beiden neuen Kastraten in Händels Ensemble, Giovanni Carestini und Carlo Scalzi, besonders hervorheben, die als Waffen im Kampf gegen die Konkurrenz der „Opera ofthe Nobility“ mit deren Stars Farinelli und Senesino eingesetzt werden sollten.Das Libretto stammt vom Wiener Hoflibrettisten A. Zeno. Es behandelt den moralischen Wettstreit zwischen dem griechischen König Pyrrhus und dem römischen Senator CajoFabbricio, die als militärische Gegner vor den Toren der süditalienischen Stadt Tarent aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt der Oper steht die stürmische, aber unerwiderte Liebe des Königs zu der Tochter Fabbricios, die er nach Missverständnissen, Eifersuchtsanfällen und Mordanschlägen schließlich überwindet. In Händels Fassung wurde die Vorlage radikal gekürzt, so dass die weitläufigen, stark moralisierenden Dialoge und Monologe Zenos auf ein Minimum reduziert wurden; dabei wurde die Vaterfigur des Titelhelden so stark zusammengestrichen, dass nun der von Carestini dargestellte Pirro zum dominierenden Protagonisten avanciert. Händel komponierte für seine Bearbeitung die knappen Rezitative völlig neu, dagegen behielt er eine große Zahl der Arien Hasses bei. Wie in einem Pasticcio üblich, wurden dabei aber auch Arien anderer Komponisten eingefügt; so taucht unter anderem Musik von L. Vinci, A.Predieri, T. Albinoni, G.Sellitto und L. Leo in der Partitur auf.

Das von der Oboistin Karla Schröter ins Leben gerufene Spezialisten-Ensemble hat das Ziel, Musik des 18. Jahrhunderts wiederzuentdecken und auf die Bühne zu bringen. Hier hat man kompetente Interpreten gefunden, die ihr Handwerk beherrschen und das unbekannte Werk von Hasse undHändel mit fantastischer klanglicher Homogenität, technischer Finesse und historischer Kenntnis lebendig werden lassen.

Weitere Termine

Sa
11.06.
14:30
Händel-Festspiele Goethe-Theater Bad Lauchstädt

Caio Fabbricio HWV A9

(Erstaufführung in der Neuzeit)

So
12.06.
14:30
Händel-Festspiele Goethe-Theater Bad Lauchstädt

Caio Fabbricio HWV A9

(Erstaufführung in der Neuzeit)