Samstag, 26. Februar 2022 19:30

Buffonet und Alga - Geburtstagskonzert

Musik im Händel-Haus

Dominik Köninger © Thomas Schweigert

Musik im Händel-Haus

„Buffonet und Alga, oder: Die Mann-tolle alte Jungfer“ - Geburtstagskonzert für GFH
Siri Karoline Thornhill (Alga), Dominik Köninger (Buffonet), Peter Huth (Moderation)
Mitglieder des Ensembles der Komischen Oper Berlin

2-G-Zugangsmodell 

Tickets:
15 € / 10 € (ermäßigt) 

„Buffonet und Alga, oder: Die Mann-tolle alte Jungfer“
Zweiteiliges Intermezzo auf eine originäre Dichtung von Christoph Gottlieb Wend (damaliger Librettist der Hamburger Oper)

Mitglieder des Ensembles der Komischen Oper Berlin
Siri Karoline Thornhill (Alga), Dominik Köninger (Buffonet), Peter Huth (Moderation),
Daniela Braun, Peter Wünnenberg (Violinen), Inken Ewertsen (Violoncello), Thomas Ihlenfeldt (Theorbe), Sabine Erdmann (Cembalo und Einstudierung)

Ort: Händel-Haus, Kammermusiksaal

Ermäßigung für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte sowie – nur an der Abendkasse – für Mitglieder des Freundes- und Förderkreises des Händel-Hauses zu Halle e. V.

Reservierte Konzertkarten müssen bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Museumskasse im Händel-Haus abgeholt werden.

Über das Konzertprogramm

Hamburg im Jahr 1727: Der für seine erste deutsche Übersetzung von Swifts satirischen Roman „Gullivers Reisen“ bekannte Christoph Gottlieb Wend schreibt für Telemann das Textbuch „Buffonet und Alga“ zu einem neuen Intermezzo für die Hamburger Wiederaufführung von Händels Oper „Rinaldo“. Entstanden ist eine drastische Parodie, die einen abseitigen Blick auf den Krieg gewährt – quasi als Gegenmodell zu der im „Rinaldo“ beschriebenen Auseinandersetzung zwischen den christlichen Kreuzrittern und den Sarazenen. Buffonet, ein liederlicher Offizier aus der Armee, und Alga, eine alternde Prostituierte, stehen im Mittelpunkt des zweiteiligen Intermezzo, die in Telemanns unverwechselbarer Art musikalisch ernste und heitere Materie auf der Bühne vermischt. Niederlagen, ob im Krieg oder in der Liebe, haben Buffonets Selbstbewusstsein kein bisschen angekratzt. Alga träumt von einem heldenhaften Ritter – in diesen Traum passt Buffonets Werben eigentlich nicht! So kommt es auf unterhaltsame Weise zu grotesk-komischen Verwicklungen. Ende gut, alles gut – der Poet Christoph Gottlieb Wend, der ein Talent für Alltagskomik und einen sarkastischen Humor besaß, sorgt für ein gutes Ende.

Musikalisch von Peter Huth komplettiert, kann man das kuriose und kaum bekannte Stück in Halle erstmals kennen lernen. Die ausführenden Künstler*innen, die bereits 2019 mit der Aufführung eines anderen Telemann-Intermezzo für Trubel und Unterhaltung im Händel-Haus sorgten, sind Mitglieder des Ensembles der Komischen Oper Berlin - und so ist es nicht verwunderlich, dass ihre Interpretation barocker Kammermusik auf höchstem Niveau dargeboten wird.