Samstag, 11. Juni 2022 19:30 Konzerthalle Ulrichskirche

Angelica Diabolica und die Heldinnen von Orlando Furioso

Werke von C. F. Pollarolo, N. A. Porpora, G. Torelli, Bernardo Sabadini, G. F. Händel u. a.

Giulia Semenzato © Stefano Padoan

Giulia Semenzato

MusikalischeLeitung: Baptiste Lopez (Violine)
Solistin: Giulia Semenzato (Sopran)
Kammerorchester Basel

Mit freundlicher Unterstützung der KATHI Rainer Thiele GmbH

Bitte beachten Sie gegebenenfalls die jeweils aktuellen pandemiebedingten Zugangsbeschränkungen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird empfohlen.

Aufzeichnung durch DeutschlandFunk Kultur

Tickets:
50, 30 

Beim Hallischen Händelfest 1922 wurde Händels Oper „Orlando“ aufgeführt. Nicht nur Händel, sondern auch seine Zeitgenossen Porpora, Torelli, Sabadini oder Rossi haben Sujets aus dem erstmals 1516 erschienenen Bestseller „Orlando furioso“ („Der rasende Roland“) vertont und dabei immer wieder Frauen in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt. Das Buch handelt von unglücklicher, unerwiderter Liebe, die den Liebenden in den Wahnsinn treibt. Deshalb wurde Händels Oper 1922 auch unter dem deutschen Titel „Orlandos Liebeswahn“ aufgeführt. Die Komponisten des Barocks schrieben für dieses Sujet eine ausgesprochen emotional berührende Musik. Eine Heldin aus Ludovico Ariosts Versroman steht im Zentrum des Konzertprogramms: Angelica. Diese starke Frau, die sich ihrer Macht über all jene Männer, denen sie begegnet, bewusst ist, wird interpretiert von der international gefragten, italienischen Sopranistin Giulia Semenzato, die 2014 den Cesti-Gesangswettbewerb in Innsbruck gewann, regelmäßiger Gast an der Mailänder Scala ist und darüber hinaus in Händel-Partien u.a. am Theater an der Wien oder beim Glyndebourne Festival zu erleben war. Das Kammerorchester Basel, das bereits mehrfach in Halle zu hören war, ist für seine viel beachteten Aufführungen und Einspielungen bekannt. „Eine kühne Truppe von jungen Musikern" nannte Christopher Hogwood, ein Pionier der historischen Aufführungspraxis, einst das Kammerorchester Basel. Sie selbst sehen sich als Wanderer zwischen den Epochen, deren Ziel es ist, Kompositionen gleich welchen Stils erfrischend und reich an Klangfarben lebendig werden zu lassen.