Dienstag, 21. September 2021 18:00 Kammermusiksaal

„Wunderbares“ und „Zauberhaftes“

Musik hinterfragt

Jörg Holzmann und Kim Grote © privat

Nachholtermin für 18.11.2020 / Achtung! Beginn schon 18:00!

„Wunderbares“ und „Zauberhaftes“ in Händels Opern und Oratorien

Referenten: Kim Grote (Leipzig) / Jörg Holzmann (Leipzig/Halle)

Ort: Händel-Haus, Kammermusiksaal

Für die Teilnehmer*innen des Studienkurses und alle Interessierten.

 

Dank der Unterstützung des Freundes- und Förderkreises des Händel-Hauses zu Halle e. V. sind die Vorträge für die Zuhörer kostenfrei.

Tickets:
freier Eintritt

Geisterbeschwörung und Traumdeutung, göttliche Wunder und Zauberei; auch in den Werken Georg Friedrich Händels lässt sich manch „magisches“ Moment finden. Nachdem einige Forscherinnen und Forscher schon der Frage nachgegangen sind, inwieweit sich diese mit der Gedankenwelt und Moral der englischen Gesellschaft in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts vereinbaren ließen, möchten Kim Grote und Jörg Holzmann ihren gemeinsamen Vortrag Händels kompositorischer Herangehensweise an dieser Thematik widmen.
Finden sich gleichbleibende oder ähnliche Elemente in der musikalischen Ausdeutung? Wie klingt das „Magische“ bei ihm und folgt er möglicherweise kompositorischen Formeln, welche sich vermehrt nachweisen lassen? Anders als im Zusammenhang mit Händels so genannten Zauberopern ist das magische Element innerhalb der musikalischen Bilderwelt Händels in seinem oratorischen Schaffen noch unzureichend beachtet. In seinem Beitrag möchte Kim Grote anhand ausgewählter Oratorien einen Anstoß zur Beschäftigung damit geben, Jörg Holzmann wird die Tonsprache im Moment der Verzauberung oder beim Kontakt mit dem Übersinnlichen in die Tradition vorheriger Zauberopern setzen und einen etwaigen Vorbildcharakter der Händel’schen Umsetzung in nachfolgenden Werken anderer Komponisten dieser „Gattung“ suchen.

Kim Grote und Jörg Holzmann sind als Musikwissenschaftler und ausübende Musiker tätig. Als wissenschaftliche Mitarbeiter in zwei angeschlossenen Projekten haben sich die beiden am Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig kennengelernt und das Konzept eines gemeinsamen Referates entwickelt.

 

Spannende Themen und hochkarätige Referenten erwarten Sie bei der beliebten populärwissenschaftlichen Vortragsreihe „Musik hinterfragt“. Fachexperten sprechen unter Einbeziehung von Klangbeispielen über musikalische Themen, die mit der Arbeit der Stiftung Händel-Haus verbunden sind oder durch besondere Anlässe, wie Jubiläen, auf breiteres Interesse stoßen. Den Vorträgen schließt sich meist eine offene Diskussion an, bei der die Anwesenden das Gehörte „hinterfragen“ können.