Experten stehen Ihnen Rede und Antwort.

„Musik hinterfragt“ – der Titel macht bereits deutlich: Hier dürfen Sie Gehörtes hinterfragen. Referenten sind Mitarbeiter der Stiftung Händel-Haus oder externe Experten. Sie alle stecken bestens in ihrer Materie, die sie populär zu vermitteln wissen.

Spannende Themen und hochkarätige Referenten erwarten Sie bei der beliebten populärwissenschaftlichen Vortragsreihe „Musik hinterfragt“ auch in der Saison 2019/20. Fachexperten sprechen unter Einbeziehung von Klangbeispielen über musikalische Themen, die mit der Arbeit der Stiftung Händel-Haus verbunden sind oder durch besondere Anlässe, wie Jubiläen, auf breiteres Interesse stoßen. Den Vorträgen schließt sich meist eine offene Diskussion an, bei der die Anwesenden das Gehörte „hinterfragen“ können.

Zum Jahresauftakt 2020 spricht UMD i. R. Ekkehard Ochs (Greifswald) über Dmitri Schostakowitsch, einen herausragenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Schostakowitschs Gratwanderung zwischen Angepasstheit und individueller künstlerischer Selbstbehauptung führt noch heute zu kontroversen Beurteilungen seiner Person und seiner künstlerischen Leistung und bietet reichlich Anlass zu lebhaften Debatten.

Dr. Maik Richter (Halle/Weißenfels) führt uns in Händels Jugendzeit, wenn er die Musik am Weißenfelser Herzogshof um 1700 und das Wirken des Hofkapellmeisters Johann Philipp Krieger beleuchtet.

War Beethoven eigentlich ein „Wiener Klassiker“ (und Händel ein Londoner Komponist)? Dieser Frage geht Frau Prof. Dr. Christine Siegert (Bonn) anlässlich des diesjährigen 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens nach.

Andrea Rechenberg (Göttingen), die Kuratorin der Ausstellung „Händel_Göttingen_1920“ des dortigen Städtischen Museums, widmet sich der „Rodelinde“-Aufführung von 1920, die eine weltweite Händel-Opern-Renaissance initiierte. Der Vortrag versteht sich als Begleitveranstaltung unserer Jahresausstellung „Meine Seele sieht im Hören“ im Händel-Haus Halle.

Die Veranstaltungen finden einmal monatlich mittwochs, 19.30 Uhr, im Renaissance-Raum oder im Romanischen Gewölbe des Händel-Hauses oder auch im Salon „Robert Franz“ des Wilhelm-Friedemann-Bach-Hauses statt. Die Vorträge werden vom Freundes- und Förderkreis des Händel-Hauses zu Halle e. V. freundlicherweise unterstützt und sind für die Zuhörer kostenfrei. Ebenfalls jeweils an einem Mittwochabend werden die Gesprächskonzerte „ Händels Schätze – Musik im Dialog“ in den Zyklus eingebunden.

 

Termine

Mittwoch, 22. Januar 2020, Händel-Haus, Romanisches Gewölbe

Zwischen proletarischer Emphase, Stalinschem „Realismus“ und individueller künstlerischer Selbstbehauptung
- Fragen zum konträr beurteilten Leben und Schaffen Dmitri Schostakowitschs

UMD i. R. Ekkehard Ochs, Greifswald

 

Mittwoch, 12. Februar 2020, Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus, „Salon Robert Franz“

Von Franken über Halle nach Weißenfels
Johann Philipp Krieger und die Musik am Weißenfelser Herzogshof um 1700

Dr. Maik Richter, Weißenfels

 

Mittwoch, 18. März 2020, Händel-Haus, Renaissance-Raum

Beethoven – ein „Wiener Klassiker“?

Prof. Dr. Christine Siegert, Bonn

 

Mittwoch, 8. April 2020, Händel-Haus, Renaissance-Raum

Händel_Göttingen_1920

Andrea Rechenberg, Göttingen

 

Mittwoch, 13. Mai 2020, Händel-Haus, Romanisches Gewölbe

Oskar Hagen (1888–1957)
Kunstgeschichte und Musik zwischen Halle und Wisconsin

Prof. Dr. Ute Engel, Halle

 

16. September 2020, Händel-Haus, Renaissance-Raum

Le Roi danse: Musik und Tanz am Hof des Sonnenkönigs

Dr. Hanna Walsdorf, Leipzig

 

21. Oktober 2020, Händel-Haus, Romanisches Gewölbe

Über das echte und das falsche Händel-Haus

Karl Altenburg, Halle

 

18. November 2020, Händel-Haus, Renaissance-Raum

„Wunderbares“ und „Zauberhaftes“ in Händels Opern und Oratorien

Kim Grote, Leipzig / Jörg Holzmann, Leipzig/Halle